Orts- und Begriffsregister

 

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Aachener Frieden von 1748 Der Frieden von Aachen war ein am 18. Oktober 1748 abgeschlossenes völkerrechtliches Vertragswerk, welches den Österreichischen Erbfolgekrieg beendete. Vorausgegangen war ein Kongress, der seit dem 24. April 1748 in der freien Reichsstadt Aachen begonnen hatte.
Abendland Als A. (auch: Christliches Abendland oder Okzident) wird ursprünglich der westliche Teil Europas bezeichnet, besonders Deutschland, Österreich, England, Frankreich, Italien und die Pyrenäische Halbinsel. Heute schließt der Begriff die gesamte durch gemeinsame Werte (griechische Philosophie, römisches Recht, Judentum und Christentum) verbundene westliche Welt ein.
Akademie „Olympia“ So bezeichneten Albert Einstein, Maurice Solovine und Conrad Habicht ihre abendlichen Sitzungen in Bern in den Jahren 1901 bis 1904.
Albertiner Eine Linie des deutschen Fürstengeschlechts der Wettiner. Der Name leitet sich vom Stammvater der Linie, Herzog Albrecht dem Beherzten, ab. Von 1485 bis 1918 regierten die Albertiner als Herzöge, Kurfürsten und Könige in Sachsen.
Amtsgericht In Deutschland neben dem Landgericht (und selten dem Oberlandesgericht) die Eingangsinstanz der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Das Amtsgericht wird vor allem in Verfahren des Zivil- und des Strafrechts tätig.
Apostolischer Notar Als Apostolischen Protonotar bezeichnet man sowohl bestimmte Prälaten der römischen Kurie wie auch Träger eines hochrangigen päpstlichen Ehrentitels. Die Protonotare sind mit besonderen Ehrenrechten ausgestattet.
Appellationsgericht
Ein übergeordnetes Gericht, das über Rechtsbehelfe gegen Entscheidungen nachgeordneter Gerichte entscheidet, wobei diese zusammenfassend als Appellation bezeichnet werden. Nicht immer handelt es sich dabei um eine Berufung im engeren Sinne. Ebenso führen diese Gerichte in verschiedenen Ländern verschiedene Bezeichnungen
Arbeitsdienstpflicht Ab Juni 1935 musste jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst auf die weibliche Jugend ausgedehnt.
Aristotelismus Das Wissenschaftssystem, das aus dem Gedankengut des griechischen Philosophen Aristoteles entwickelt wurde. Aristoteles ist bis heute prägend durch logische Methodik, empirische Prüfung überlieferter Meinungen und philosophisches Vokabular. Als erster formt er ein System der formalen Logik: er erarbeitet eine vollständige Theorie der Urteile und Schlussfolgerungen, der Definitionen und Beweise, der wissenschaftlichen Einteilungen und Methoden. Er „erfand“ die zehn Kategorien sowie vier Arten von Ursachen. Er stellte die Denkregeln der Identität, des Widerspruchs und des Ausschlusses fest und entwickelte den Syllogismus.
Assessor Eine deutsche Berufs- und Dienstbezeichnung, die von Akademikern geführt werden darf, die nach einem Hochschulstudium und erster Staatsprüfung (Staatsexamen) sowie Absolvieren des staatlichen Vorbereitungsdienstes (Referendariat) die zweite Staatsprüfung (bei Juristen auch Assessorexamen genannt) abgelegt haben und die in Laufbahnen, die kein erstes Staatsexamen erfordern, die große Staatsprüfung für den höheren Dienst abgelegt haben. Sie haben damit die Anwartschaft auf die höhere Beamtenlaufbahn erworben.
Atomwaffensperrvertrag (oder Nichtverbreitungsvertrag) Ein internationaler Vertrag, der das Verbot der Verbreitung und die Verpflichtung zur Abrüstung von Kernwaffen sowie das Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie zum Gegenstand hat. Der Atomwaffensperrvertrag wurde von den fünf Atommächten USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und Volksrepublik China und mittlerweile von 184 Staaten ohne Atomwaffen unterzeichnet. Lediglich vier Nationen sind derzeit nicht Mitglied: Indien, Israel, Nordkorea und Pakistan.
Aufklärung Das Zeitalter der Aufklärung war eine Epoche der geistigen Entwicklung der westlichen Gesellschaft im 17. bis 18. Jahrhundert, die besonders durch das Bestreben geprägt war, das Denken mit den Mitteln der Vernunft von althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien. Unter Aufklärung versteht man einen sowohl individuellen wie gesellschaftlichen geistigen Emanzipationsprozess. Dieser hinterfragt die allein auf dem Glauben an Autoritäten beruhenden Denkweisen kritisch. Es wird gefordert, sich „seines eigenen Verstandes zu bedienen“.
Augustiner-Eremiten (oder Augustinerorden) Nach den Franziskanern, Dominikanern und Karmeliten der vierte große Bettelorden des Spätmittelalters. Der Orden wurde auf Betreiben der Kurie am 9. April 1256 von Papst Alexander IV. in der „Großen Union“ aus zahlreichen norditalienischen Mendikantenkongregationen gegründet.
Awaren (auch Avaren) Die Awaren waren ein zentralasiatisches Reitervolk, dessen ethnische und sprachliche Herkunft noch nicht ausreichend erforscht worden ist. Sie beherrschten im Frühmittelalter über 200 Jahre lang Mitteleuropa von ihren Siedlungsgebieten in der Pannonischen Tiefebene und waren in dieser Zeit der wichtigste Machtfaktor zwischen dem Frankenreich und dem Byzantinischen Reich.
Babelsberg Das 1911 gegründete Filmstudio Babelsberg in Potsdam-Babelsberg ist das älteste Großfilmstudio der Welt und das größte Filmstudio in Deutschland. Heute werden 80 Prozent der deutschen Kinofilmproduktion im Filmstudio Babelsberg oder mit dessen Unterstützung verwirklicht. Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls der Filmpark Babelsberg, das Deutsche Rundfunkarchiv, sowie der Rundfunk Berlin-Brandenburg mit einigen seiner Fernseh- und Radiosender, das Deutsche Filmorchester Babelsberg und die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) „Konrad Wolf“
Babenberger Die Babenberger waren ein österreichisches Markgrafen- und Herzogsgeschlecht. Der Name bezieht sich auf Bamberg im heutigen Oberfranken. Sie herrschten von 976 bis zu ihrem Aussterben 1246 — vor dem Aufstieg des Hauses Habsburg — als Markgrafen und Herzöge in Österreich.
Bauhaus Das Kunst-, Design- und Architekturschule Bauhaus. Das Bauhaus entstand in Weimar durch die Vereinigung der Kunstschule in Weimar mit der 1907 von Henry van de Velde gegründeten Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar. Sie wurde zum direkten Vorläufer des heutigen Bauhauses.
Befreiungskriege (oder Freiheitskriege) Alle historischen kriegerischen Ereignisse, die sich 1813 bis 1815 zwischen den Truppen des napoleonischen Frankreich und deren Gegnern ereigneten.
Benediktiner Ein Orden innerhalb der römisch-katholischen, aber auch in der anglikanischen Kirche und vereinzelt in der evangelisch-lutherischen Kirche. Der Benediktinerorden gilt gemeinhin als ältester Orden des westlichen Ordenslebens. Bezeichnend sind die Grundsätze des Ordens, die neben der Ordensregel (Regula Benedicti) alles enthalten, was den Benediktinerorden auszeichnet: „Ora et labora et lege“ (lateinisch: „Bete und arbeite und lies“). Drei Gelübde legt der Benediktinermönch im Laufe seines Ordenslebens ab: „Stabilitas“ (Beständigkeit in der Gemeinschaft), „Klösterlichen Lebenswandel“ und „Gehorsam“.
Berlinale Vor Cannes und Venedig das politischste unter den drei großen Filmfestivals. Am 6. Juni 1951, sechs Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, hatten die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin ihre Premiere.
Berliner Abkommen Im Viermächteabkommen über Berlin, kurz Berlinabkommen, in der DDR als Vierseitiges Abkommen bezeichnet, zwischen den vier Besatzungsmächten, den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und der Sowjetunion, wurden im Rahmen der beginnenden Entspannung im Ost-West-Konflikt die Grundlagen zum Rechtsstatus der geteilten Stadt, dem Verhältnis West-Berlins zur damaligen Bundesrepublik Deutschland sowie dem Zugang zu West-Berlin, festgelegt.
Berliner Dom Eine evangelische Kirche auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel, der Museumsinsel genannt wird, im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin. Der 1894 bis 1905 in Anlehnung an die italienische Hochrenaissance und den Barock errichtete Dom gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland.
Berliner Philarmoniker Deutschlands edelster und teuerster Klangkörper spielt Klassiker – und eine herausragende Rolle nicht nur im Berliner Musikleben. Das Orchester der Berliner Philharmoniker gehört zu den besten der Welt.
Berliner Secession Bezeichnung einer deutschen Künstlergruppe. Sie war eine organisatorische Abspaltung Berliner Maler und Bildhauer zum Ende des 19. Jahrhunderts vom bis dahin dominierenden akademischen Kunstbetrieb. Der Begriff Secession leitet sich von dem lateinischen Begriff „secessio“ ab und bedeutet „Trennung“ bzw. „Abspaltung“.
Bettelorden Ordensgemeinschaften, die ihrer Regel zufolge kein Eigentum besitzen dürfen, sondern der Armut besonders verpflichtet sind. Sie bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit, Schenkungen an die jeweilige Gemeinschaft und Betteln. Die abendländischen Bettelorden sind im 13. Jahrhundert als Reformorden entstanden.
Blut und Eisen Eine Politik, bei der gesellschaftliche und wirtschaftliche Umformungen eines Landes nicht durch parlamentarische Gesetzgebung beschlossen und umgesetzt, sondern durch die Vorbereitung oder Durchführung von Kriegen erzwungen werden. Die wirtschaftliche Kraft, die durch Kriege freigesetzt wird, sowie andere Zwänge im sozialen und politischen Bereich werden genutzt, um die innere Gesellschaft eines Landes umzuformen oder zu stabilisieren. Der Begriff geht zurück auf eine Rede, die der damalige preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck am 30. September 1862 vor der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses hielt.
Bogosgebiet Eine Inselprovinz der Philippinen.
Böhmen (tschechisch Čechy, lateinisch und englisch Bohemia) ist eines der historischen Länder Tschechiens. Ebenfalls als Böhmen werden dessen Bewohner bezeichnet.
Brautbrief Brautbrief wird meist von den Trauzeugen oder sonst jemandem gemacht, der der Braut oder dem Bräutigam nahe steht. Aus diesem Wissen wird dann ein "Brief" formuliert - ist mehr so ein Gedicht, dass witzige Erlebnisse aus dem Leben aufgreift - kann aber auch sehr peinlich werden.
Bremer Beiträger Mitarbeiter der „Bremer Beiträge“. Unter dem Begriff Bremer Beiträge wurde die wöchentliche Zeitschrift „Neue Beiträge zum Vergnügen des Verstandes und Witzes“überregional bekannt. Sie wurde vom Schriftsteller Karl Christian Gärtner 1744 in Bremen gegründet und galt als das Sprachrohr der sächsischen Dichterschule.
Buchenwald Das Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden (in der Nähe von Weimar). Es wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert.
Bund der Gerechten Der Bund der Gerechten war ein Vorläufer der späteren sozialistischen und kommunistischen Parteien Europas und der Welt. 1836 ging er auf Initiative des Schneidergesellen Wilhelm Weitling in Paris aus dem dort schon seit 1834 bestehenden Bund der Geächteten hervor. 1840 wurde seine Zentrale nach London verlegt. Dort wurde der Bund 1847 unter dem Einfluss der neuen Mitglieder Karl Marx und Friedrich Engels in Bund der Kommunisten umbenannt.
Bund der Kommunisten Eine 1847 in London unter Einfluss von Karl Marx und Friedrich Engels als Geheimbund gegründete revolutionär-sozialistische Vereinigung mit internationalem Anspruch. Sie ist aus dem Bund der Gerechten hervorgegangen. Der Bund der Kommunisten bestand bis 1852. Er gilt als Keimzelle der späteren sozialistischen und kommunistischen Parteien der Welt, und wird als Vorläuferorganisation der 1864 ebenfalls von Marx und Engels inspirierten Internationalen Arbeiterassoziation (IAA), die heute auch als „erste Internationale“ der Arbeiterbewegung bezeichnet.
Burschenschaften Eine tradierte Form einer Studentenverbindung. Sie finden sich heute an Hochschulorten in Deutschland, Österreich und Chile. Die Deutsche Burschenschaft entstand 1881 als Allgemeiner Deputierten-Convent (ADC) und erhielt ihren heutigen Namen 1902. Sie führt sich zurück auf die Ideen, die mit der Gründung der Urburschenschaft in Jena 1815 verbunden waren.
Caritas (lat. Nächstenliebe, Hochschätzung) ist eine in vielen Ländern tätige soziale Hilfsorganisation der römisch-katholischen Kirche, gegründet 1897. Die Caritas Internationalis ist eine Konföderation von katholischen Organisationen, die sich in mehr als 200 Ländern der Welt in der Nothilfe, Entwicklungshilfe und den Sozialdiensten tätig sind und daran arbeiten, besonders für die Armen und Unterdrückten eine bessere Welt zu schaffen.
CDU Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) ist eine christdemokratische und konservative Volkspartei in Deutschland. 1945 trat in Berlin die Christlich-Demokratische Union mit ihrem Gründungsaufruf „Deutsches Volk!“ an die Öffentlichkeit. In ihrem Grundsatzprogramm spricht die CDU vom „christlichen Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott“.
Charité Ein berühmtes und traditionsreiches Krankenhaus in Berlin. Im Jahre 1710 als Pesthaus gegründet, ergänzte die Charité nach der Gründung der Humboldt-Universität 1810 das Universitätsklinikum und wurde zur bedeutenden Lehr- und Forschungsstätte. Seit 2003 sind die medizinischen Fakultäten der Humboldt- und Freien Universität Berlin unter dem Namen Charité - Universitätsmedizin Berlin vereinigt. Damit bildet die Charité eine der größten Universitätskliniken Europas.
Chartisten Eine politische Reformbewegung in Großbritannien am Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie vertraten folgende Forderungen: Zulassung von Gewerkschaften; Arbeitszeitverkürzung (10-Stunden-Tag) und bessere Arbeitsbedingungen; Erweiterung des Wahlrechts und Aufhebung der Kornzölle. Die Ziele werden nur zum Teil erreicht, insbesondere nicht die Forderung nach allgemeinem Wahlrecht. Chartisten setzten sich für die Abschaffung weiblicher Fabrikarbeit ein, um so die Versorgung der Familie durch die Frau, und die Ernährung der Familie durch den Mann zu sichern.
Collegium Carolinum (Kurzform: CC) Das CC wurde 1956 in München gegründet. Heute ist es eine Forschungsstelle für die böhmischen Länder, mit Sitz in München. Der Name bezieht sich auf das Hauptgebäude der 1348 gegründeten Prager Karlsuniversität, deren deutscher Teil, die Karl-Ferdinands-Universität, 1945 von den tschechischen Behörden geschlossen wurde.
Corps Hannovera Göttingen Ein Corps (Studentenverbindung) im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV), dem ältesten Dachverband deutscher Studentenverbindungen. Es vereint Studenten und ehemalige Studenten der Georg-August-Universität Göttingen. Die Corpsmitglieder werden „Göttinger Hannoveraner“ genannt oder – unter Anspielung auf die Mützenfarbe - „Rote Hannoveraner“.
Covent Garden Theatre Das Königliche Opernhaus in London, gegründet 1732
Dadaismus oder Dada Eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 gegründet wurde und sich durch Ablehnung „konventioneller“ Kunst bzw. Kunstformen und bürgerlicher Ideale auszeichnete. Vom Dada gingen erhebliche Impulse auf die Kunst der Moderne bis hin zur heutigen Zeitgenössischen Kunst aus.
Das hohe Mittelalter Als Hochmittelalter wird in der Mediävistik die von der Mitte des 11. Jahrhunderts bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts dauernde Epoche bezeichnet.
Deismus Als Deismus (Gottgläubigkeit, nach lat. deus „Gott“) bezeichnet man den Glauben an einen unitarischen Gott im Gegensatz zu einem trinitarischen Gott aus Gründen der Vernunft. Die Anhänger des Deismus gehen zwar von der Schöpfung des Universums durch Gott aus, nehmen aber an, dass Gott im Folgenden keinen Einfluss mehr auf die Geschehnisse im Universum nimmt.
Deutsche Freiheitsbibliothek Zum ersten Jahrestag der Bücherverbrennung gründete der Schriftsteller Alfred Kantorowicz mit seinen Freunden vom Schutzverband Deutscher Schriftsteller in Paris SDS 1934 eine „Bibliothek der verbrannten Bücher“ (Deutsche Freiheitsbibliothek. Was in Deutschland verboten und verbrannt war, wurde aus der ganzen Welt von Emigranten nach Paris zusammengetragen. Bereits am 10. Mai 1934 zählte die Freiheitsbibliothek über 11.000 Bände. Die Deutsche Freiheitsbibliothek wurde nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Paris zerstört, so dass es bis heute keine vollständige Bibliothek der verbrannten Bücher gibt.
Deutsche Liga für Menschenrechte 1914 als „Bund Neues Vaterland“ gegründet. In den folgenden Jahren kam es zum Kontakt und zur Freundschaft mit der 1898 gegründeten Französischen Liga für Menschenrechte. In Anlehnung an das französische Vorbild nannte sich der Bund Neues Vaterland Anfang 1922 um in „Deutsche Liga für Menschenrechte“ und gründete zusammen mit den Franzosen und Gleichgesinnten einiger weiterer europäischer Länder die „Fédération Internationale des Ligues des Droits de l'Homme“ (FIDH) mit Sitz in Paris.
Deutsche Nationalversammlung Die Frankfurter Nationalversammlung, die vom 18. Mai 1848 bis zum 31. Mai 1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte, war das erste frei gewählte Parlament für ganz Deutschland. Ihr Zustandekommen war Bestandteil und Ergebnis der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes.
Deutscher Bund Der Deutsche Bund war ein Staatenbund überwiegend deutschsprachiger Staaten zwischen 1815 und 1866. Er wurde am 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress ins Leben gerufen. Er folgte dem 1806 aufgelösten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und dem napoleonischen Rheinbund als lockerer Zusammenschluss von Einzelstaaten nach.
Deutsches Reich Der Name des deutschen Nationalstaates in den Jahren zwischen 1871 und 1945 und zugleich auch die staatsrechtliche Bezeichnung Deutschlands bis 1943. Beim Deutschen Reich des 19. und 20. Jahrhunderts unterscheidet man allgemein mehrere Perioden: die Monarchie des Deutschen Kaiserreiches (1871–1918), die pluralistische, semipräsidentielle Demokratie der Weimarer Republik (1919–1933) und die totalitäre Diktatur der Nationalsozialisten (1933–1945)
Deutsch-Französicher Krieg (1870-1871) (umgangssprachlich auch Siebziger Krieg oder kurz 70/71) wurde zwischen dem Kaiserreich Frankreich auf der einen und den deutschen Staaten unter der Führung Preußens auf der anderen Seite geführt. Auslöser war ein Streit um die spanische Thronfolge. In seiner Folge kam es zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches und zum Ende des Zweiten Kaiserreichs Napoléons III.
Dezernat Eine organisatorische Grundeinheit der Verwaltung. Sie ist ein abgegrenzter Teil einer deutschen Behörde mit einem bestimmten Sachgebiet. Ein Dezernat kann mehrere hundert Personen umfassen. Anstelle von Dezernat wird oft auch der Begriff Referat verwendet.
Divi Blasii Eine Kirche, die dem heiligen Blasius geweiht ist
Dominikaner Der Orden der Dominikaner, auch Predigerorden, wurde im frühen 13. Jahrhundert vom heiligen Dominikus gegründet. Die spezifische Lebensform der Dominikaner, für die das Gemeinschaftsleben, das feierliche gemeinsame Chorgebet und das ständige Studium charakteristisch sind, führt zur Verkündigung in Wort und anderen apostolischen Aktivitäten. Der Dominikanerorden stellte seit dem Beginn der Inquisition zu Beginn des 13. Jahrhunderts im päpstlichen Auftrag Inquisitoren zur Aufspürung und Verfolgung von Häretikern.
Donat-Ausgabe 1981 gründete Helmut Donat, Schriftsteller und Verleger, seinen eigenen Verlag. Schwerpunkt des Verlags ist nach wie vor die Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus sowie mit dem Völkermord an den Armeniern. Auf diesen Gebieten erfährt der Donat Verlag nach wie vor eine überregionale Beachtung und Wertschätzung.

Doppelmonarchie

Österreich-Ungarn, auch als k.u.k. Doppelmonarchie bezeichnet, war ein Vielvölkerstaat in Mittel- und Südosteuropa, der nach dem Umbau des Kaisertums Österreich zu einer Doppelmonarchie auf der Grundlage des Österreichisch-Ungarischen Ausgleiches von 1867 bis 1918 bestand. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie setzte sich aus zwei Staaten zusammen: aus den „im Reichsrat vertretenen Königreichen und Ländern“, inoffiziell Cisleithanien (erst ab 1915 amtlich Österreich genannt), und den „Ländern der heiligen ungarischen Stephanskrone“, inoffiziell Transleithanien. Hinzu kam 1878 das gemeinsam verwaltete Bosnien und Herzegowina.

Dreikaiserabkommen

Ein Konsultativpakt zwischen den drei monarchisch regierten Staaten Russland, Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich. Er wurde 1873 im Schloss Schönbrunn in Wien von Kaiser Wilhelm I., Kaiser Franz Joseph I. und Zar Alexander II. unterzeichnet. Das Drei-Kaiser-Abkommen ging auf eine im Juni 1873 zwischen dem russischen Zaren und dem österreichischen Kaiser unterzeichnete Militärkonvention zurück, der Wilhelm I. am 22. Oktober 1873 beitrat.

Dreißigjähriger Krieg (1618-1648)

Ein Konflikt um Hegemonie oder Gleichgewicht zwischen den Mächten Europas und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich sowohl die Gegensätze zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union innerhalb des Heiligen Römischen Reiches als auch der habsburgisch-französische Gegensatz auf europäischer Ebene. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus. Der Dreißigjährige Krieg endete mit dem Westfälischen Frieden am 24. Oktober 1648.

Dresdner Zwinger

Ein barock geprägter Gebäudekomplex mit Gartenanlagen in Dresden, umgeben von Semperoper, Theaterplatz, Hofkirche, Schloss, Schinkelwache, Taschenbergpalais, Schauspielhaus und Der Herzogin Garten. Im Zwinger sind verschiedene Sammlungen untergebracht, die heute zum Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören.

Düsseldorfer Karneval

Der Düsseldorfer Karneval ist die Düsseldorfer Variante der als Karneval, Fastnacht oder Fasching bezeichneten „fünften Jahreszeit“. Der Rosenmontagszug ist einer der drei größten in Deutschland. Zurückführen lässt es sich in Düsseldorf zumindest bis 1833

Ecole Polytechnique

Die École polytechnique (oft einfach „die X“ genannt) zählt zu den angesehensten der für Frankreich typischen als Grandes écoles bezeichneten Elitehochschulen. Die Ecole Polytechnique ist besonders für ihr Ingenieurstudium Polytechnicien berühmt, aber bietet auch zweijährige Masterstudien sowie Promotionsstudien. Sie gehört heute zu ParisTech.

Einjähriger-Examen

Ein Einjährig-Freiwilliger ist ein Wehrpflichtiger mit höherem Schulabschluss, der nach freiwilliger Meldung einen Wehrdienst ableistet, um nach Abschluss der Grundausbildung als Offizier in einem Truppenteil seiner Wahl zu dienen. Die Möglichkeit zum Dienst als Einjährig-Freiwilliger wurde erstmals 1813 in Preußen und 1868 nach preußischem Vorbild im österreichischen Heer eingeführt. Unabdingbare Voraussetzung war, dass der Anwärter die mittlere Reife an einem Gymnasium oder einer Mittelschule erworben hatte. Aus diesem Grund wurde das Examen der Mittleren Reife lange Zeit auch als „das Einjährige“ bezeichnet.

Entartete Kunst

Während der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland der offiziell propagierte Begriff für mit rassentheoretischen Begründungen diffamierte Moderne Kunst. Die Nationalsozialisten verfolgten die Kunst, die auch als „Verfallskunst“ und „artfremd“ bezeichnet wurde, weil sie von Pessimismus und Pazifismus geprägt sei. Künstler, deren Werke nicht den nationalsozialistischen Idealen entsprachen, die Kommunisten oder Juden waren, wurden verfolgt. Die Nationalsozialisten belegten sie mit Berufs- und Malverboten, ließen ihre Kunstwerke aus Museen und öffentlichen Sammlungen entfernen, konfiszierten „Entartete Kunst“, zwangen Künstler zur Emigration oder ermordeten diese.

Erdbeben in Lissabon

1755 führte es in Verbindung mit einem Großbrand und einem Tsunami zur nahezu vollständigen Zerstörung der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Mit 30.000 bis 100.000 Todesopfern gehört es zu den verheerendsten Naturkatastrophen der europäischen Geschichte.

Erfurter Fürstenkongress

Das Zusammentreffen Napoleons I. mit dem russischen Zaren Alexander I. 1808 in Erfurt. Höhepunkt des Treffens war die Unterzeichnung eines Bündnisvertrags zwischen Napoleon und Alexander, der später jedoch nicht eingehalten wurde.

Erfurter Fürstentag 1808

siehe Erfurter Fürstenkongress

ETH Zürich

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, kurz ETH Zürich, ist eine technisch-naturwissenschaftliche Universität in Zürich. Sie wurde 1855 als «Eidgenössisches Polytechnikum» gegründet und wird deshalb auch oft nur Poly genannt.

EWG

Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ist der ursprüngliche Name eines Zusammenschlusses europäischer Staaten zur Förderung der gemeinsamen Wirtschaftspolitik im Rahmen der europäischen Integration. Am 25. März 1957 wurde die EWG mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge durch Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland gegründet. 1993 wurde die EWG angesichts ihrer mittlerweile erweiterten Aufgabenstellung in Europäische Gemeinschaft (EG) umbenannt.

FC Bayern München

(offiziell: Fußball-Club Bayern München e. V.) ist ein Sportverein aus München. Die seit 2002 ausgegliederte Fußballabteilung ist mit 21 nationalen Meisterschaften und 14 DFB-Pokalsiegen deutscher Rekordmeister und -pokalsieger. Mit 41 nationalen Titeln ist der FC Bayern München der erfolgreichste deutsche Fußballverein und rangiert in der Ewigen Tabelle der Bundesliga auf dem ersten Platz.

FDP

Die Freie Demokratische Partei ist eine liberale Partei in Deutschland. Sie war und ist an der Bundesregierung beteiligt und somit insgesamt länger und häufiger als alle anderen Parteien. Im September 1945 gründete sich die Hamburger Partei Freier Demokraten (PFD) als bürgerliche Linkspartei und erste liberale Partei in den Westzonen, die später FDR genannt wurde

Feldzug von 1715

Der Pommernfeldzug 1715/1716 war ein Feldzug im Großen Nordischen Krieg. Ein alliiertes Heer, bestehend aus Preußen, Dänen und Sachsen eroberte sämtliche sich noch in schwedischem Besitz befindlichen Gebiete in Norddeutschland. Der Feldzug zerfiel in verschiedene Operationen, die teilweise parallel verliefen. Sie dienten dabei allerdings nur als Vorbereitung für das Hauptziel, der Eroberung der bis dahin bereits von den Alliierten dreimal erfolglos belagerten Festung Stralsund. Dem Feldzug wohnten die gesamte Zeit über der dänische König Friedrich IV. und der preußische König Friedrich Wilhelm I. bei.

Festspiele in Bayreuth

Die Bayreuther Festspiele oder Richard-Wagner-Festspiele sind ein Musik- und Theaterfestival, das jedes Jahr (in der Regel vom 25. Juli bis 28. August) im eigens dafür von Richard Wagner und Otto Brückwald geschaffenen Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth stattfindet.

Fliegende Blätter

Der Name einer humoristischen, reich illustrierten deutschen Wochenschrift. Die Fliegenden Blätter erschienen von 1844 bis 1944 in München beim Verlag Braun & Schneider.

Formel-1

Die Formel 1 (kurz auch F1) ist eine Zusammenfassung der Regeln, Richtlinien und Bedingungen, in deren Rahmen die Formel-1-Weltmeisterschaft (offiziell FIA Formula One World Championship), eine vom Automobil-Dachverband Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) festgelegte Formelserie, ausgetragen wird. Die Formel-1-Weltmeisterschaft ist die höchstrangige von der FIA veranstaltete Rennserie des Formelsports. Sie wird als Königsklasse des Automobilsports bezeichnet

Frankfurter Parlament

siehe Die Frankfurter Nationalversammlung

Französiche Revolution

(1789 bis 1799) gehört zu den folgenreichsten Ereignissen der neuzeitlichen europäischen Geschichte. Die Abschaffung des damaligen feudalabsolutistischen Ständestaats sowie die Propagierung und Umsetzung grundlegender Werte und Ideen der Aufklärung als Ziele der Französischen Revolution das betrifft insbesondere die Menschenrechte waren mitursächlich für tiefgreifende macht- und gesellschaftspolitische Veränderungen in ganz Europa und haben das moderne Demokratieverständnis entscheidend mitbeeinflusst.

Freie Bühne

1. Die Freie Bühne für modernes Leben, war eine Literaturzeitschrift des S. Fischer Verlags. Sie wurde im Jahre 1890 in Berlin als Wochenzeitschrift gegründet und 1894 in Die Neue Rundschau umbenannt. Die Freie Bühne ging als unabhängiges Blatt aus dem gleichnamigen Theaterverein hervor

 

2. Die Freie Bühne war ein am 5. April 1889 in Berlin gegründeter Theaterverein. Ziel des Vereines war es für seine Mitglieder geschlossene Theateraufführungen zu veranstalten, um die indirekte Zensur des damaligen Preußen zu umgehen und so „moderne“ - also naturalistische - Stücke aufführen zu können.

Freiherr

Der Freiherr gehörte zum titulierten Adel im Heiligen Römischen Reich und im Deutschen Reich bis 1919. Im Gegensatz zum untitulierten Adel, der lediglich das Adelsprädikat „von“ im Namen trug, gehörten zum betitelten Adel die Titel Freiherr, Graf, Fürst und Herzog, wobei man zwischen dem Ritterstand und dem Herrenstand unterschied; der Herrenstand begann beim Freiherren.

Freimaurer

Die Freimaurerei, auch Königliche Kunst genannt, versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst[ zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden. Freimaurer haben sich der Verschwiegenheit, dem Datenschutz sowie dem Grundsatz verpflichtet, freimaurerische Bräuche nicht nach Außen zu tragen (Verschwiegenheitspflicht).

Gauleiter

Die NSDAP teilte Deutschland in zunächst 33, später 43 Bezirke, die Gaue genannt wurden. Die Gaue entsprachen den damaligen Reichstagswahlkreisen. Jedem Gau stand ein Gauleiter vor. Er war in der Organisationsstruktur der NSDAP der regionale Verantwortliche der Partei und trug damit die politische Verantwortung für seinen Hoheitsbereich.

Gegenrevolution

Parallel zur Septemberkrise in Frankfurt wurden auch die Habsburgermonarchie und Preußen von Krisen geschüttelt. Den jungen Verfassungsstaaten mit ihren liberalen „Märzregierungen“ war eine Stabilisierung nicht geglückt. Ende Oktober/Anfang November 1848 kam die Stunde der Gegenrevolutionäre, in der diese wieder die Macht an sich nahmen und ihre Traditionsstaaten erneut in souverän handelnde Großmächte konservativer Prägung umwandelten, womit auch die Erfolgschancen für die Frankfurter Liberalen dramatisch zusammenschrumpften.

Geheimes Kabinett

Geheimer Rat, in den deutschen Monarchien früher ein Kollegium von Räten (Geheimes Ratskollegium, Geheimes Konseil, Geheimes Kabinett, Geheimer Staatsrat), das unmittelbar unter dem Fürsten stand und meist unter dessen Vorsitz über die wichtigsten Landesangelegenheiten, namentlich über den Erlaß von Verordnungen, Beschluß faßte. Mit der Entwickelung des Konstitutionalismus und der Mitwirkung der Volksvertretung bei den Akten der Gesetzgebung verlor der Geheime Rat seine Bedeutung

Germania-Bund

Der Erste Freideutsche Jugendtag fand 1913 als "Fest der Jugend" und Treffen der Jugendbewegung statt. Fast hundert Jahre nach dem Wartburgfest von 1817 war der Freideutsche Jugendtag das nächste wirklich große organisierte Treffen der deutschen Jugend. Ziel dieses Jugendfestes war, die Geschlossenheit der Jugendbewegung mit Wandervögeln, Bündischer Jugend, Lebensreformern, Burschenschaftlern, Schulreformern und anderen Gruppen nach innen und außen zu demonstrieren. Eine dieser lebensreformerischen Gruppen war Germania - Bund abstinenter Schüler

Gesetzlose Gesellschaft

Die Gesetzlose Gesellschaft zu Berlin ist ein „Gesellschaftsclub,“ dessen Mitglieder prominente Persönlichkeiten der geistigen, künstlerischen und militärischen Elite ihrer jeweiligen Zeit waren und der 1809 in Berlin gegründet wurde. Dieser auch heute noch existierende Herrenclub versteht sich als Träger der Tradition, der Kultur und der Wissenschaft.

Gestapo

Die Geheime Staatspolizei, auch kurz Gestapo genannt, war ein kriminalpolizeilicher Behördenapparat und die politische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus. Sie entstand 1933 nach Umformung der politischen Polizeiorgane der Weimarer Republik. 1939 wurde die Gestapo in das Reichssicherheitshauptamt (Amt IV) eingegliedert. Als Instrument des NS-Staates besaß sie weitreichende Machtbefugnisse bei der Bekämpfung politischer Gegner.

Glyptothek

Eine Sammlung antiker Steinskulpturen und geschnittener Steine. er Begriff Glyptothek wurde vom Bibliothekar des bayerischen Königs Ludwig I. erfunden und vom altgriechischen Verb „glyptein“ abgeleitet, das etwa „in Stein schneiden“ bedeutet. „Glypton“ ist das griechische Wort für eine Plastik. Nur drei Skulpturen-Museen führen heute diesen Namen: in München, in Kopenhagen und in Athen

Göttinger 7

Die Göttinger Sieben (Göttinger "7") waren eine Gruppe Göttinger Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten und deshalb entlassen, teilweise darüber hinaus des Landes verwiesen wurden.

Göttinger Erklärung

Die Göttinger Achtzehn waren eine Gruppe von 18 Atomforschern aus der Bundesrepublik Deutschland, die sich 1957 in der gemeinsamen Göttinger Erklärung (auch Göttinger Manifest) gegen die damals angestrebte Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen wandten. Der Name Göttinger Achtzehn beruft sich auf gemeinsame akademische Anfänge vieler ihrer Mitglieder in der Universitätsstadt Göttingen und ist eine Anspielung auf die Göttinger Sieben.

Gregorianischer Kalender

Benannt nach Papst Gregor XIII., ist er der heute in den weitaus meisten Teilen der Welt gültige Kalender. Er wurde Ende des 16. Jahrhunderts entwickelt und 1582 durch die päpstliche Bulle dekretiert. Der Gregorianische Kalender löste im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche andere Kalenderformen ab, die letzte Umstellung erfolgte 1926 in der Türkei. Der Gregorianische Kalender gilt heute praktisch weltweit, auch in der gesamten islamischen Welt.

Grünes Gewölbe

Die historische Museumssammlung der ehemaligen Schatzkammer der Wettiner Fürsten von der Renaissance bis zum Klassizismus. Der Name der umfangreichsten Kleinodiensammlung Europas leitet sich von den malachitgrün gestrichenen Säulen im Pretiosensaal her, die heute allerdings mit Spiegeln ummantelt sind. Das Grüne Gewölbe gehört zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Gruppe 1925

Eine Schriftstellervereinigung, ein loser Zusammenschluss von 39 vorwiegend linken deutschen Schriftstellern und Künstlern. Die Gruppe konstituierte sich Ende November 1925 in Berlin. Das Ziel der Gruppe war die gegenseitige Unterstützung bei künstlerischen Projekten und beim Kampf gegen die zunehmend repressiver werdenden Kulturgesetze der Weimarer Republik.

Gruppe 47

Teilnehmer an den deutschsprachigen Schriftstellertreffen, zu denen Hans Werner Richter zwischen 1947 und 1967 einlud. Die Treffen dienten der gegenseitigen Kritik der vorgelesenen Texte und der Förderung junger, noch unbekannter Autoren. Der in demokratischer Abstimmung ermittelte Preis der Gruppe 47 erwies sich für viele Ausgezeichnete als Beginn ihrer literarischen Karriere. Die Gruppe 47 besaß keine Organisationsform, keine feste Mitgliederliste und kein literarisches Programm. In ihrer Anfangszeit bot die Gruppe 47 jungen Schriftstellern eine Plattform zur Erneuerung der deutschen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Später avancierte sie zu einer einflussreichen Institution im Kulturbetrieb der Bundesrepublik Deutschland, an deren Tagungen bedeutende zeitgenössische Autoren und Literaturkritiker teilnahmen.

Gymnasium „Zum Grauen Kloster“

Das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster ist das älteste Berliner Gymnasium, das bis heute als Evangelisches Gymnasium zum Grauen Kloster fortbesteht und 1574 gegründet wurde. Gymnasium befand sich ursprünglich in den Räumen des ehemaligen Grauen Klosters in Berlin-Mitte, musste aber nach dem Zweiten Weltkrieg mehrmals umziehen

Habsburger

Das ehemalige Herrschergeschlecht Österreichs ist nach der 1108 als Havisberch (Habichtsburg) erwähnten, um 1020 gegründeten Stammburg über dem rechten Aare-Ufer südwestlich von Brugg im Kanton Aargau (Schweiz) benannt.

Hamburger SV

Vollständiger Name: Hamburger Sport-Verein e.V., kurz: HSV, ein Sportverein aus der Freien und Hansestadt Hamburg, der in erster Linie durch seine Fußballabteilung bekannt wurde. Er ist der drittgrößte Sportverein Deutschlands.

Hattrick

Unter einem Hattrick versteht man in einigen Sportarten vorrangig aber im Fußball und im Eishockey das Erzielen von drei aufeinanderfolgenden Toren durch denselben Spieler in einem Spielabschnitt, ohne dass zwischenzeitlich ein anderer Spieler trifft. Je nach Sportart und Sprachraum ist teilweise auch lediglich das Erzielen von drei Toren durch denselben Spieler innerhalb eines Spiels gemeint. Häufig wird in der Sportberichterstattung der Ausdruck auch dann verwendet, wenn ein Einzel-Sportler oder eine Mannschaft dreimal in Serie eine Meisterschaft, einen Pokal oder einen sonstigen Sport-Wettbewerb gewinnt, dreimal in Folge eine besondere sportliche Leistung erreicht hat oder eine besondere Auszeichnung drei Mal in Folge erhält. Im Motorsport insbesondere in der Formel 1 wird als „Hattrick“ die Leistung bezeichnet, wenn ein Fahrer bei einem Rennen als Qualifikationsbester den ersten Startplatz erreicht, das Rennen gewinnt und im Rennen die schnellste Rundenzeit aller Teilnehmer erzielt.

Heidelberger Romantiker

Bezeichnung für eine Gruppierung (Hauptvertreter: Achim von Arnim, Clemens Brentano) innerhalb der deutschen Romantik. Die Autoren, die ihr angehören, sind einige Jahre jünger als die Vertreter der Jenaer Frühromantik, an deren theoretische Konzepte sie anschließen und auf deren literarische Werke sie sich kritisch beziehen. Eine alternative Bezeichnung ist "Jüngere Romantik".

Heiliger Stuhl in Rom

Der Heilige Stuhl,auch Apostolischer Stuhl bezeichnet als Völkerrechtssubjekt den Papst als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche allein oder zusammen mit den Einrichtungen der römischen Kurie. Obwohl auch als „Vatikan“ bezeichnet, ist der Heilige Stuhl vom Staat der Vatikanstadt zu unterscheiden, der ein Staat mit Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt ist. Allerdings ist der Papst Oberhaupt des Staates der Vatikanstadt, welchen der Heilige Stuhl zwischenstaatlich vertritt.

Heilsarmee

Eine internationale Bewegung mit den Arbeitsbereichen Sozialarbeit und christliche Verkündigung, die eng miteinander verbunden sind. Sie ist eine christliche Kirche mit protestantisch-freikirchlicher Prägung und Theologie. Ihre Wurzeln liegen im Methodismus. Ihre praktische soziale Tätigkeit umfasst unter anderem Obdachlosenfürsorge, Heime für Kinder, Alte, Alkoholkranke und Behinderte, AIDS-Prävention, Schulen, Krankenhäuser, Katastrophenhilfe, Gefängnisfürsorge und den Internationalen Suchdienst der Heilsarmee für vermisste Familienangehörige.

Hitlerjugend (HJ)

Gegründet auf dem 2. Reichsparteitag der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) 1926 als nationalsozialistische Jugendbewegung. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 wandelte sich die HJ von einer Parteijugend zur Staatsjugend. Die anfangs noch formell freiwillige Mitgliedschaft wurde 1936 durch das "Gesetz über die Hitler-Jugend" und 1939 durch die Einführung der "Jugenddienstpflicht” zur Zwangsmitgliedschaft. Damit sollte eine totale Erfassung der Jugendlichen erreicht werden.

Hochrenaissance

Als Hochrenaissance bezeichnet man die Renaissance in der Zeit von ca. 1500 bis 1530. Zentrum dieser Periode, die sich durch das Streben nach höchster Vollkommenheit und Harmonie in der Kunst auszeichnet, ist das päpstliche Rom.

Hof-, Lehns- und Schwertrecht

Das Hofrecht regelte im Mittelalter die Rechtsverhältnisse des Gutsherren zu seinen Dienstleuten und Hörigen. Zum einen umfasste das Hofrecht das Dienstrecht, Dienstmannenrecht, d.h. das Recht der ritterlichen Dienstleute und Beamten, zum anderen auch das bäuerliche Hofrecht, das für die unfreien oder hofhörigen Landleute bestand. Man versteht unter Lehen ( Lehnrecht, lat. Feudum, Feodum, Beneficium) das ausgedehnteste erbliche Nutzungsrecht an einer fremden Sache, welches sich auf eine Verleihung seitens des Eigentümers gründet, die zugleich zwischen diesem und dem Berechtigten das Verhältnis wechselseitiger Treue hervorruft; auch diese Sache selbst, zumeist ein Grundstück oder ein Komplex von Grundstücken, wird Lehen (Lehnsgut) genannt. Der betreffende Eigentümer ist der Lehnsherr (Lehnsgeber, dominus feudi, senior), der Berechtigte der Vasall (vassus, vasallus) oder Lehnsmann. Schwertrecht ist das Recht über Leben und Tod. Der Stadtrat , der dieses recht hatte, konnte so die Übeltäter auch mit der Höchststrafe selbst bestrafen.

Hohe Pforta

Ursprünglich im arabischen Sprachraum die allgemeine Bezeichnung der Eingangspforte zu Städten und königlichen Palästen, später insbesondere die zum Sultanspalast in Istanbul. Die Wache an der Hohen Pforte wurde im Osmanischen Reich durch die kapıkulu gestellt, eine spezielle Infanterieeinheit der osmanischen Armee. Von 1718 bis 1922 wurde der Begriff zur Bezeichnung des Sitzes des osmanischen Großwesirs beziehungsweise der osmanischen Regierung (Diwan) verwendet, im Gegensatz zum Hof des Sultans. So sagte man von ausländischen Botschaftern in Konstantinopel, sie seien "an der Hohen Pforte" akkreditiert.

Hohenstaufer

Die Staufer (früher inkorrekt auch Hohenstaufen genannt) - ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das im 12. und 13. Jahrhundert mehrere deutsche Könige und Kaiser stellte. Der Name „Staufer“ leitet sich von der Burg Stauf auf dem Hohenstaufen ab. Der erste namentlich bekannte Staufer trug den Namen Friedrich, den Leitnamen des Adelsgeschlechts

Hoher Orden vom Schwarzen Adler

Der höchste preußische Orden. Gestiftet wurde er von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg am 17. Januar 1701, dem Tag vor seiner Krönung zum ersten König in Preußen am 18. Januar 1701.

Höhere-Töchterschule

Höhere Mädchenschule, Regional auch Lyzeum nach dem griechischem Lykeion - Eine Mädchenschule Ende im Deutschlanddes 19. Jahrhunderts, vergleichbar mit der Sekundarstufe I, also der fünften bis zehnten Klasse des heutigen Schulsystems im deutschsprachigen Raum.

Holocaust

Der Begriff kommt vom griechischen und bedeutet „vollständig Verbranntes“, d. h. „Brandopfer“. Heute bezeichnet man als Holocaust im deutschen Sprachraum den Völkermord an mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen Menschen, die das nationalsozialistische Regime als Juden definierte. Der Holocaust gilt als historisch einzigartiges Verbrechen, da die deutschen Nationalsozialisten anstrebten, die europäischen Juden vollständig, systematisch und mit industriellen Methoden auszurotten. Sie waren allein deshalb, weil sie Juden waren oder als Juden galten, zur Ermordung vorgesehen und hatten kaum Überlebenschancen, wenn sie in die Hände des nationalsozialistischen Machtapparats fielen.

Hugenotten

Die etwa seit 1560 gebräuchliche Bezeichnung für die französischen Protestanten im vorrevolutionären Frankreich. Ihr Glaube war stark von der Lehre Johannes Calvins beeinflusst.

Insel-Verlag

Bedeutender deutscher Literaturverlag mit Hauptsitz in Frankfurt am Main und einer Niederlassung in Leipzig. Er ging 1901 aus der zwei Jahre zuvor gegründeten Literatur- und Kunstzeitschrift Die Insel hervor. Zusammen mit dem seit 1981 angegliederten Deutscher Klassiker Verlag gehört das Unternehmen zum Haus Suhrkamp.

Internationale

Die Erste war der erste internationale Zusammenschluss sozialistischer Gruppen und Personen aus 13 europäischen Ländern und den USA. Gegründet wurde die IAA am 28. September 1864 in London. Führendes Gremium war der Generalrat, zunächst mit Sitz in London, ab 1872 dann in New York.

Internationaler Schriftstellerkongress

1935 fand in Paris der 1. Internationale Schriftstellerkongress zur Verteidigung der Kultur statt, an dem Vertreter aus 27 Nationen teilnahmen. Im Angesicht von Faschismus und Nationalsozialismus trafen sich dort 250 Schriftsteller und SchriftstellerInnen aus 38 Ländern, darunter die Elite der europäischen Autoren, um über politisch engagiertes Schreiben zu sprechen.

Internationaler Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds (Kürzel IWF bzw. IMF, bekannt auch als Weltwährungsfonds) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Er ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe und hat seinen Sitz in Washington D. C., USA. Der IWF wurde 1944 durch eine internationale Übereinkunft gegründet und nahm 1946 erste Arbeiten auf. Zu seinen Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welthandels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe, Überwachung der Geldpolitik, Technische Hilfe.

Jacobiner

Die Jakobiner waren im engeren Sinn die Mitglieder des wichtigsten politischen Klubs während der Französischen Revolution. Der Name leitet sich vom Ort ihrer Versammlungen her, dem Dominikanerkloster Saint-Jacques in Paris. Im weiteren Sinn bezeichnet der Begriff diejenigen Anhänger der Revolution innerhalb und außerhalb Frankreichs, die zwar keine Mitglieder des Jakobinerclubs waren, die sich aber auch nach der Hinrichtung des Königs Ludwigs XVI. noch zu den Idealen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bekannten und eine republikanische Staatsform anstrebten.

Jülich

Eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Jülich entstand in römischer Zeit als Straßenstation entlang der Römerstraße von Boulogne-sur-Mer nach Köln. Es erlangte eine gewisse Bedeutung wegen seiner strategischen Position und wurde im 4. Jahrhundert mit einem Kastell befestigt. Im 5. Jahrhundert fiel der Ort in fränkische Hand und entwickelte sich zum Zentrum eines Gaues, des sogenannten Jülichgaus, aus dem später die Grafschaft und dann das Herzogtum Jülich hervorgingen.

Junges Deutschland

Das Junge Deutschland ist der Name für eine literarische Bewegung junger, liberal gesinnter Dichter in der Zeit des Vormärzes, die etwa ab 1830, beflügelt von der Julirevolution in Frankreich, publizistisch aktiv wurden und deren Schriften 1835 auf Beschluss des Deutschen Bundestages verboten wurden.

Jungvolk (DJ - das Deutsche Jungvolk)

Eine Jugendorganisation der Hitler-Jugend für Jungen zwischen 10 bis 14 Jahren. Danach wurde man in die Hitler-Jugend überwiesen. Ziel der Organisation war es, die Jugend im Sinne des Nationalsozialismus, in Loyalität zu Adolf Hitler zu erziehen und vormilitärisch auszubilden. Die Mitglieder des Deutschen Jungvolks nannten sich offiziell „Jungvolkjungen“, im lockeren Sprachgebrauch Pimpf. Als Jugendorganisation bestand das Deutsche Jungvolk bis zum Zusammenbruch des Nationalsozialismus im Jahre 1945.

Junkerparlament

Die Generalversammlung des konservativen Vereins zur Wahrung der Interessen des Grundbesitzes und zur Förderung des Wohlstands aller Klassen (später Verein zum Schutz des Eigentums) während der Revolution von 1848/49 in Preußen. Die Organisation war als Interessenvertretung des preußischen Grundbesitzes 1848 gegründet. Ein Großteil der Beteiligten stammte aus dem Landadel.

Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (KWG)

1911 gegründet, war bis Ende des Zweiten Weltkriegs die Trägerin der Kaiser-Wilhelm-Institute (KWI), führender Forschungsinstitute, die vor allem der Grundlagenforschung in Deutschland dienten. Die KWG hatte ihren Sitz in Berlin. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden ihre Institute nach und nach von der neu gegründeten Max-Planck-Gesellschaft übernommen. Die endgültige Auflösung der KWG erfolgte 1960.

Kaiserliches Hofgericht Rottweil

Das Hofgericht war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit das höchste landesherrliche Gericht. Es fungierte vor allem als Zivilgericht. Hofgerichte existierten sowohl an den Höfen der weltlichen und geistlichen Reichsfürsten, als auch am Hof des Kaisers. Ein sehr angesehenes Hofgericht befand sich in Rottweil. Es wurde begründet zur Zeit, als Rottweil ein karolingischer Königshof war, bestand aber bis in die Neuzeit fort.

Kanzleirat

Vereidigtes Mitglied eines kollegial beratenden und beschließenden fürstlichen Rates, der alle für Regierung, Verwaltung und Rechtspflege eines Territoriums notwendigen Entscheidungen trifft.

Kapuziner

eigentlich Orden der Minderen Brüder Kapuziner - Ein franziskanischer Bettelorden der römisch-katholischen Kirche; ihr Name leitet sich von der Kapuze des Franziskanerhabits ab. Sie bilden heute neben den Franziskanern und den Minoriten einen der drei Zweige des ersten Ordens des Hl. Franziskus. In der Vergangenheit unterschieden sich die Kapuziner von den beiden anderen Zweigen der Ordensfamilie, einerseits durch strengste Askese und andererseits durch die Nähe zum einfachen Volk und zu den Armen.

Karlsbader Beschlüsse

Das Resultat der Karlsbader Ministerialkonferenzen 1819. Sie hatten Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung liberaler und nationaler Tendenzen im nach-napoleonischen Deutschland zum Gegenstand. Die Beschlüsse entstanden unter der Ägide des österreichischen Außenministers und späteren Staatskanzlers Metternich.

KI = Kommunistische Internationale (kurz Komintern oder KI)

Ein internationaler Zusammenschluss kommunistischer Parteien zu einer weltweiten gemeinsamen Organisation. Die Gründung erfolgte 1919 in Moskau auf Initiative Lenins, der die Zweite Internationale mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 für tot erklärt hatte. 1943 wurde die Komintern als ein Zugeständnis Stalins an die westlichen Alliierten, die USA und Großbritannien, überraschend aufgelöst.

Kirchenlehrer

Einige Theologen bekamen den Titel Kirchenlehrer, da sie einen eminenten Einfluss auf die Theologie der christlichen Kirche hatten. Mit dem Titel Kirchenlehrer wurden nur wenige besonders bedeutende Theologen bezeichnet; in älterer Zeit und bis heute in den Ostkirchen geschah dies relativ spontan, in der katholischen Kirche wurde dieser Titel in neuerer Zeit formell verliehen. Im Gegensatz dazu werden frühchristliche Schriftsteller bis etwa zum 6. Jahrhundert als Kirchenvater bezeichnet. Die acht Kirchenlehrer des Ostens und Westens werden ökumenisch als solche anerkannt. Die römisch-katholische Kirche hat nach der Reformationszeit den Titel Kirchenlehrer speziell definiert und ihn auch Theologen späterer Jahrhunderte verliehen.

Klosterschule Maulbronn

In den Gebäuden der zwölf großen württembergischen Mannsklöster wurden evangelische Klosterschulen eingerichtet. Maulbronn ist eines der wenigen Seminare, das die Jahrhunderte überdauerte. 1807 wurde die Schule in ein evangelisch-theologisches Seminar umgewandelt, das heute noch besucht wird. Dieses Seminar hat eine lange Reihe bekannter Denker hervorgebracht

Konfirmation

Eine feierliche Segenshandlung in den meisten evangelischen Kirchen, in der Neuapostolischen Kirche und in der Christengemeinschaft, die den Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter markiert.

Konstanzer Vertrag

Der Konstanzer Vertrag wurde zwischen Papst Eugen III. und König Friedrich I. geschlossen und ist nach Konstanz am Bodensee benannt, wo Friedrich den Vertrag 1153 beeidete. Nach der Wahl Friedrichs zum deutschen König begannen Verhandlungen zwischen dem Königshof und der römischen Kurie, um die Bedingungen für eine Kaiserkrönung festzulegen. Das Ergebnis war der Vertrag von Konstanz.

Kriegsverbrecher-Prozess in Nürnberg

Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher beziehungsweise Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess wurden nach dem Zweiten Weltkrieg Politiker und Militärs sowie führende Personen aus der Wirtschaft für das Planen und Führen eines Angriffskrieges und für den Massenmord an Menschen in Vernichtungslagern strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Zwanzig Angeklagte wurden verurteilt. Der Prozess war der erste der dreizehn Nürnberger Prozesse, dauerte vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 und fand im Justizpalast der Stadt Nürnberg statt.

Krimkrieg

Ein militärisch ausgetragener Konflikt von euroasiatischem Ausmaß. Der Krieg fand von 1853 bis 1856 zwischen Russland auf der einen und dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und ab 1855 auch Piemont-Sardinien auf der anderen Seite statt. Er erhielt den Namen "Krimkrieg" weil die längsten und entscheidenden Schlachten um die Halbinsel Krim geführt wurden.

KSC

Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e. V., meist kurz als Karlsruher SC oder KSC bezeichnet -Einer der größten Sportvereine der Stadt Karlsruhe. In dem 1952 durch Fusion des Karlsruher FC Phönix mit dem VfB Mühlburg entstandenen Verein dominiert die Fußballabteilung

Kulturkampf

Eine Auseinandersetzung zwischen der katholischen Kirche unter Papst Pius IX. und dem Königreich Preußen bzw. dem kaiserlichen Deutschen Reich unter Reichskanzler Otto von Bismarck zwischen 1871 und 1878/1887. Dabei ging es sachlich um liberale Politik wie z. B. die Einführung der Zivilehe, politisch um die Macht der organisierten katholischen Minderheit in Deutschland.

Künstlerkolonie Worpswede

Eine 1889 gegründete Lebens- und Arbeitsgemeinschaft von Künstlern in der Gemeinde Worpswede in Niedersachsen, 18 Kilometer nordöstlich von Bremen. Worpswede wurde dadurch zur Heimat bedeutender Künstler des deutschen Impressionismus und Expressionismus.

Kurprinz

Dieser Titel bezeichnete den Erbprinzen und präsumtiven Thronfolger eines weltlichen Kurfürstentums und kann analog zum Kronprinzen verstanden werden.

Kyffhäusersaga

Der Kyffhäuser ist der zentrale Punkt einer Sage der Bergentrückung. Nach dieser Sage schläft im Inneren des Kyffhäuserberges der Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa mitsamt seinen Getreuen, um eines Tages zu erwachen, das Reich zu retten und es wieder zu neuer Herrlichkeit zu führen. Innerhalb des Berges liegt eine Höhle. Dort sollen Besucher mit viel Vorstellungsvermögen den Kaiser sehen können, wie er auf einer Bank sitzt und schläft. Sein roter Bart sei schon durch den steinernen Tisch gewachsen. Bis zum 16. Jahrhundert nahm nicht Barbarossa, sondern Kaiser Friedrich II. die Rolle des schlafenden Kaisers in der Sage ein, später auch Karl der Große.

KZ Dora

Konzentrationslager Dora, auch Dora Mittelbau oder Mittelwerk und als Gedenkstätte Mittelbau-Dora genannt - Gegründet 1943 als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald am Südhang des Kohnsteins bei Nordhausen in Thüringen. Auf dem Gelände befanden sich Baracken für die Zwangsarbeiter, Unterkünfte für die SS-Wachmannschaften sowie unterirdische Werksanlagen, in denen vor allem die „Vergeltungswaffe 2” (V2) sowie die Flugbombe V1 produziert wurden. Das Werk im Kohnstein war die größte unterirdische Rüstungsfabrik des Zweiten Weltkrieges. Im Mai 1945 hatten die angelegten Stollen eine Gesamtlänge von etwa 20 km. Damit zählt der Dora-Mittelbau auch heute noch zu den größten unterirdischen Anlagen der Welt.

Landgericht

Im Gerichtsaufbau der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Deutschland das Gericht zwischen Amts- und Oberlandesgericht. Jeder Landgerichtsbezirk umfasst mehrere Amtsgerichte, mehrere Landgerichtsbezirke stellen den Bezirk eines Oberlandesgerichts dar. In Deutschland existieren zur Zeit 116 Landgerichte.

Landsturm

Der Landsturm bezeichnete im deutschen Militärwesen seit dem 19. Jahrhundert das 'letzte Aufgebot' aller Wehrpflichtigen, welche weder dem Landheer noch der Marine angehören, zur Abwehr eines feindlichen Einfalls.

Langobarden

Ein Teilstamm der Sueben, eng mit den Semnonen verwandt, und damit ein elbgermanischer Stamm, der ursprünglich an der unteren Elbe siedelte.

Legislation=Legislatur

Legislaturperiode (vom lateinischen lex - Gesetz), Wahlperiode oder Gesetzgebungsperiode ist die Amtsperiode einer gesetzgebenden Volksvertretung (Parlament). Die maximale Dauer einer Wahlperiode ist meist gesetzlich festgelegt, regelmäßig in Gesetzen von Verfassungsrang.

Lehenshoheit

Der Begriff Lehnswesen (Lehenswesen), auch Feudalwesen oder Benefizialwesen, bezeichnet das politisch-ökonomische System der Beziehungen zwischen Lehnsherren und belehnten Vasallen. Es bildete die Grundlage der hochmittelalterlichen Gesellschaftsordnung der abendländischen Staaten. Im Frühmittelalter bildete sich das Lehnswesen nach dem Vorbild des römischen Klientelwesens und aus dem germanischen Gefolgschaftswesen. Der Lehnsherr, welcher der rechtliche Eigentümer von Grund und Boden oder bestimmter Rechte war, verlieh diese dem Lehnsempfänger auf Lebenszeit. Dafür musste der Lehnsempfänger dem Lehnsherrn persönliche Dienste leisten. Dazu gehörten z. B. auch das Halten des Steigbügels, die Begleitung bei festlichen Anlässen und der Dienst als Mundschenk bei der Festtafel. Beide verpflichteten sich zu gegenseitiger Treue

Lepra

Eine seit der Antike bekannte Infektionskrankheit und wird auch als Hansen-Krankheit, Aussatz oder Miselsucht (проказа) bezeichnet.

Lieffland = Livland (veraltet: Liefland, lateinisch: Livonia)

Bezeichnung für eine historische Landschaft im Baltikum.

Literatischer Verein „Tunnel über der Spree“

Eine literarische Gesellschaft, die unter der Bezeichnung „Sonntags-Verein zu Berlin“ 1827 gegründet wurde und funktionierte bis 1898. Insgesamt hatte diese Gesellschaft im Laufe der Zeit 214 Mitglieder und prägte über 70 Jahre das literarische Leben Berlins mit.

Luftwaffe

Mit dem Begriff Luftwaffe werden originär die Luftstreitkräfte Deutschlands bezeichnet. In der Zeit des Nationalsozialismus war es die offizielle Bezeichnung für die Luftstreitkräfte der deutschen Wehrmacht.

Mappa Selenographica

Eine genaue Mondkarte

Marburger Religionsgespräche

Teil der theologischen Auseinandersetzung zwischen dem lutherischen und reformierten Zweig der Reformation. Sie fanden im Oktober 1529 auf Einladung des Landgrafen Philipps des Großmütigen auf dem Marburger Schloss statt.

Mark

Mark Brandenburg oder kurz Mark wird synonym für das heutige Land Brandenburg genutzt.

Märkisches Museum

Das Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin, Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins. Es liegt an der Straße Am Köllnischen Park im Berliner Bezirk Mitte, in unmittelbarer Nähe der Spree.

Märzrevolution 1848

Als Deutsche Revolution von 1848/49 wird das revolutionäre Geschehen bezeichnet, das sich zwischen März 1848 und Spätsommer 1849 im Deutschen Bund ereignete.

Meistersang

Der klassische höfische Minnesang verstummte Anfang des 14. Jh. mit dem Niedergang des Rittertums und dem Aufstieg des städtischen Bürgertums. Heinrich von Meißen gründete die erste Meistersinger-Bruderschaft in Mainz. Es folgten weitere Schulgründungen. Anfänglich wirkten fahrende Meister und Schulen nebeneinander, später gab es nur mehr die städtischen, streng reglementierten Schulen. Die Meistersinger begriffen ihre Kunst als erlernbar wie jedes beliebige Handwerk, und organisierten sie ähnlich ihren Zünften. Die Einhaltung der Regeln wurde streng überwacht.

Minnesang

Ritterlich höfische Liebeslyrik und Liedkunst (von 1160 bis Anfang 15. Jahrhundert), nicht Erlebnislyrik, sondern Formkunst und Teil einer umfassenden literarischen Auseinandersetzung der mittelalterlichen Adelsgesellschaft mit Fragen der Liebe. Die ersten Minnelieder entstanden um 1160.

Minoriten oder Minderen Brüder des hl. Franz von Assisi bzw. Franziskaner-Minoriten

Ein Männerorden der römisch-katholischen Kirche. Sie werden auch nach der Farbe ihres Habits Schwarze Franziskaner genannt. Die Minoriten bilden heute neben den (braunen) Franziskanern und den Kapuzinern - den ältesten, aber kleinsten der drei Zweige des ersten Ordens des hl. Franziskus.

Montanunion

Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, Abkürzung EGKS wurde 1951 durch den Vertrag von Paris gegründet. Sie gab allen Mitgliedsländern Zugang zu den Produktionsfaktoren für Kohle und Stahl, ohne Zoll zahlen zu müssen.

Nahostkonflikt

Der Konflikt um die Region Palästina, der dort seit 1918 mit der von Arabern zunehmend abgelehnten Masseneinwanderung von Juden aus Europa entstand. Er führte zu sechs Kriegen zwischen dem 1948 gegründeten Staat Israel und einigen seiner Nachbarstaaten, wie auch zu zahlreichen bewaffneten Konflikten zwischen Israelis und Palästinensern.

Nassauer Denkschrift

Der 1807 von Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein verfasste Entwurf einer umfassenden Staatsreform für den preußischen Staat. Sie bildete eine der konzeptionellen Grundlagen für die Preußischen Reformen.

Nationalversammlung

siehe Frankfurter Nationalversammlung

Nobelpreis

Er wurde von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestiftet. Das Geld sollte zu fünf gleichen Teilen auf die Gebiete Physik, Chemie, Physiologie oder Medizin, Literatur und für Friedensbemühungen verteilt werden. Die Nobelstiftung wurde 1900, vier Jahre nach dem Tod Alfred Nobels, gegründet, die ersten Preise 1901 verliehen. Der Nobelpreis gilt heute als die höchste Auszeichnung in den berücksichtigten Disziplinen und wird jedes Jahr an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen. Der Friedensnobelpreis wird in Oslo verliehen, alle anderen Preise vom schwedischen König in Stockholm.

Norddeutscher Bund

Der zu seiner Zeit erste föderativ organisierte deutsche. Ursprünglich ein 1866 gegründetes Militärbündnis der deutschen Staaten nördlich der Mainlinie, wurde er mit der Verfassungsgebung 1867 zum ersten deutschen Bundesstaat.

NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei)

Eine in der Weimarer Republik entstandene politische Partei, deren Programm undIdeologie von radikalem Antisemitismus und Nationalismus sowie der Ablehnung von Demokratie und Marxismus bestimmt war. Ihr Parteivorsitzender war seit 1921 Adolf Hitler, unter dem sie Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 als einzige zugelassene Partei beherrschte. Sie wurde 1945 mit allen ihren Untergliederungen als verbrecherische Organisation verboten und aufgelöst, ihr Vermögen beschlagnahmt.

Oberrechenkammer

Mit der Errichtung der Oberrechenkammer gründete August der Starke die erste unabhängige oberste Finanzkontrollbehörde in Deutschland. Mit Reskript von 1707 au fand die Oberste Revisionsbehörde ihre definitive Genehmigung zur Rechnungsprüfung der Staatsfinanzen. 1734 wurde die Oberrechenkammer von Friedrich August II. eine Oberste Rechnungsrevisionsbehörde als Oberrechnungsdeputation umgewandelt

Oberrechnungskollegium

Zur Rechnungsprüfung und Ordnung der Staatsfinanzen wurde 1707 eine Oberrechenkammer und das Oberrechnungskollegium als zentrale Revisionsbehörde aller landesherrlichen Kassen eingerichtet.

Obligatorische Grand Tour

Die Grand Tour (auch: „Cavalierstour“, „Kavalierreise“, „Junkerfahrt“ u. a.) war die Bezeichnung für eine seit der Renaissance obligatorische Reise der Söhne des europäischen Adels, später auch des gehobenen Bürgertums durch Mitteleuropa, Italien, Spanien und auch ins Heilige Land. In weiterem Sinne wurden auch Bildungsreisen erwachsener Angehöriger der genannten Stände so genannt.

Oder-Neiße-Grenze

Die überwiegend entlang der Flüsse Oder und Lausitzer Neiße verlaufende Grenze zwischen Deutschland und Polen. Der Grenzverlauf zwischen dem besiegten Deutschland und der jungen, 1944 ausgerufenen Volksrepublik Polen wurde im Rahmen des Potsdamer Abkommens 1945 von den Alliierten festgelegt.

Ödipuskomplex

Ein Begriff aus der Psychologie, der von Siegmud Freud geprägt wurde. Nach Freuds Theorie durchläuft jedes männliche Kind die so genannte "ödipale-“ oder "phallische Phase“, welche zum ersten Mal im dritten bis fünften Lebensjahr auftritt. In dieser Phase fühlt sich das Kind zu seiner Mutter hingezogen und sieht dabei den Vater als größten Konkurrenten an.

Operation Overcast

Ein militärisches Geheimprojekt der USA aus dem Jahr 1945, um nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Zweiten Weltkrieg deutsche Wissenschaftler und Techniker und deren militärtechnisches Können und Wissen für eigene Zwecke zu rekrutieren.

Orden Pour le mérite

Eine 1740 von Friedrich dem Großen von Preußen gestiftete Auszeichnung für Kriegsverdienst und die höchste preußische Tapferkeitsauszeichnung. Verliehen wurde sie nur vom preußischen König und seinen Nachfolgern in den Jahren 1740 bis 1918 und zwar nur für "über die einfache Erfüllung der Berufspflichten hinausgehenden Verdienst".

Oskar

Ein Filmpreis. Er wird jährlich von der US-amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences für die besten Filme des Vorjahres verliehen. Die Auszeichnung wurde 1929 vom damaligen Präsidenten der MGM Studios, Louis B. Mayer, ins Leben gerufen

Ost-West-Konflikt

Als Ost-West-Konflikt, auch der Kalte Krieg genannt, wurde die politische Systemkonkurrenz zwischen den sozialistischen Staaten und den marktwirtschaftlichen Staaten bezeichnet. Die Auseinandersetzungen und der Konflikt zwischen den beiden Machtblöcken USA und Sowjetunion dauerten von 1945 bis 1990/ 91.

Pantheismus

Anhänger des Pantheismus glauben an keinen persönlichen oder personifizierten Gott; sie sehen die ganze Welt vom Makro- bis zum Mikrokosmos als „göttlich“ an. Auch viele Erscheinungsformen des Atheismus sind eigentlich pantheistisch, da das gottlose Weltbild mit religiösen Gehalten versehen wird. Der Pantheismus ist keine Religion, sondern eine Weltanschauung

Paramount = Paramount Pictures

Eine US-amerikanische Produktionsfirma sowohl für Kino- als auch Fernsehfilme und -serien. Die Firma ist Teil des Viacom-Konzerns. Für viele Jahre gehörte Paramount neben MGM, Warner Brothers, Universal Studios und 20th Century Fox zu den so genannten Großen Fünf in Hollywood.

Parlamenterischer Rat

Ein von den elf Ministerpräsidenten der deutschen Länder der drei westlichen Besatzungszonen auf Anweisung der drei Westmächte, Frankreich, Großbritannien und Vereinigte Staaten von Amerika (USA) eingesetztes Gremium mit parlamentarischem Charakter. Das Gremium sollte das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ausarbeiten.

Paulskirche

Die Paulskirche in Frankfurt am Main wurde 1789 bis 1833 erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau tagten 1848 bis 1849 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung, der ersten frei gewählten Volksvertretung Deutschlands.

PEN-Club

Eine internationale Schriftstellervereinigung, die 1921 in London gegründet wurde. Der P.E.N. zählt zu den bekanntesten internationalen Autorenverbänden. Seine Schwerpunkte lagen zunächst darin, Frieden und Völkerverständigung vor allem durch die Einbindung so vieler Nationen wie möglich zu fördern.

Pietismus

Eine Bibel-, Laien- und Heiligungsbewegung. Er betont die subjektive Seite des Glaubens, entwickelte aber auch einen starken missionarischen und sozialen Grundzug. In der pietistischen Praxis haben Hauskreise mit gemeinsamem Bibelstudium und Gebet oft größere Bedeutung als Gottesdienste.

Pippinische Schenkung

Das „Schenkungsversprechen“ König Pippins III. (des Jüngeren) an Papst Stephan II. Ostern. Der Papst sollte die von den Langobarden eroberten Gebiete des byzantinischen Italien erhalten. Nach Pippins Siegen über den Langobardenkönig Aistulf erhielt der Papst den Exarchat von Ravenna, der zusammen mit dem Dukat von Rom und anderen Gebieten den Kirchenstaat bildete.

Plamannsche Erziehungsanstalt

Ein Knabeninternat in Berlin. Die Anstalt des Pädagogen Johann Ernst Plamann, die 1805 gegründet wurde, war von den Grundsätzen Johann Heinrich Pestalozzis geprägt, verbunden mit eifriger Pflege des Turnens und körperlicher Abhärtung. 1830 wurde die Anstalt nach 25 Jahren geschlossen.

Porzellanmanufaktur in Meißen

–1710 als „Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur“ gegründet,  ging sie 1806 als "Königlich-Sächsische Porzellan-Manufaktur Meissen“ aus dem Besitz der Krone in das Eigentum des Fiskus über. Im Zuge der verfassungsmäßigen Erneuerung des staatlichen Eigentums nannte sich das Unternehmen ab 1918 „Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen“. Zum Symbol für die Manufaktur sind die gekreuzten Schwerter geworden.

Prima

Bezeichnung für die beiden oberen Klassen der höheren Schule (Oberprima und Unterprima).

Privileguim minus

Eine kaiserliche Urkunde aus dem Jahr 1156, die als eine „Gründungsurkunde“ des Staates Österreich betrachtet werden kann. Als Privilegium minus, auch kleiner österreichischer Freiheitsbrief bezeichnet man ein feierliches Diplom, das am 17. September 1156 von Kaiser Friedrich I. für den Herzog von Bayern Heinrich Jasomirgott aus dem Hause Babenberg ausgestellt wurde. Sie beinhaltet die Erhebung Österreichs von einer Markgrafschaft zum erblichen Herzogtum für die Babenberger.

RAF (Rote Armee Fraktion)

Eine linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde 1970 gegründet. Die Gruppe betrachtete sich als kommunistische, antiimperialistische Stadtguerilla. Sie war verantwortlich für 34 Morde, zahlreiche Banküberfälle und Sprengstoffattentate. 1998 erklärte sie ihre Selbstauflösung.

Referendar

Bewerber für die höhere Beamtenlaufbahn nach der ersten Staatsprüfung

Reichner-Verlag

Die Gründungszeit der Firma "Herbert Reichner Verlag" fällt nach eigener Angabe schon in das Jahr 1925. Die "Monatsschrift für Bücherliebhaber" begann 1928 zu erscheinen und blieb im Herbert Reichner Verlag wegen der politischen und kulturellen Entwicklungen in Deutschland und Österreich nur bis 1936. Der Verlag existierte bis zum Tod von Herbert Reichner im Jahr 1971.

Reichsgruppe Industrie

Der Reichsstand der Deutschen Industrie entstand zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft als Zusammenschluss des Reichsverbandes der Deutschen Industrie und der Vereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände. Ende 1934 wurde die Reichsgruppe Industrie gebildet. Der Reichsstand der Deutschen Industrie wurde ein Teil davon.

Reichsschriftkammer

Die Reichskulturkammer (RKK) war eine 1933 auf Betreiben von Joseph Goebbels gegründete Institution und ein Instrument der nationalsozialistischen Kulturpolitik zur Gleichschaltung aller Bereiche des Kulturlebens und zur Regelung der sozialen und wirtschaftlichen Belange der Kulturschaffenden. Den Vorsitz übernahm Goebbels selbst als Präsident. Die Reichskulturkammer untergliederte sich in sieben Einzelkammern, eine von denen die Reichsschrifttumskammer war.

Restauration

Mit dem historischen Fachbegriff Restauration wird die Wiederherstellung eines politischen Zustandes, in der Regel die Wiedereinsetzung einer alten Dynastie, die im Zuge einer Revolution beseitigt worden war, bezeichnet. Bekannte geschichtliche Ereignisse in diesem Sinne sind die Restauration des Hauses Stuart in England oder die Restauration der Bourbonen in Frankreich. Im weiteren versteht man darunter den Zeitraum des Vormärz in den deutschsprachigen Staaten, also die Zeit nach dem Wiener Kongress 1815.

Ritter der Ehrenlegion

Die Ehrenlegion ist ein französischer Verdienstorden. Der Orden wurde 1802 von Napoléon Bonaparte gestiftet, um militärische und zivile Verdienste, ausgezeichnete Talente und große Tugenden zu belohnen. Die Ehrenlegion ist die ranghöchste Auszeichnung Frankreichs.

Ritter des Goldenen Sporns

Der Orden vom Goldenen Sporn ist der zweithöchste Orden für Verdienste um die römisch-katholische Kirche. Er wird unmittelbar vom Papst verliehen.

Rote Hilfe Deutschland

Eine deutsche politische Hilfsorganisation, die der KPD nahestand und von 1924 bis 1936 bestand.

Roter Adler-Orden

Der Rote Adlerorden wurde 1705 durch Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth gestiftet. Er trug ursprünglich die Bezeichnung Orden der Aufrichtigkeit und wurde 1792, nach dem Übergang der Fränkischen Hohenzollerngebiete an Preußen, vom Königreich Preußen übernommen, zeitweise war er der zweithöchste preußische Orden.

Sachsen-Coburg-Gotha

Das herzogliche Haus Sachsen-Coburg und Gotha ist ein Zweig des deutschen Adelsgeschlechts der Wettiner; es hat seinen Stammsitz in Coburg.

Sächsische Achse

Die Sächsische Achse ist eine barocke städtebauliche Anlage in Warschau vom Beginn des 18. Jahrhunderts, die in Ost-West–Richtung verläuft. Sie wurde von dem polnischen König August II. dem Starken aus dem Haus der Wettiner um 1700 errichtet. Die Sächsische Achse verläuft vom Sächsischen Platz (heute Piłsudski-Platz) zum ehemaligen Sächsischen Palais und dem Sächsischen Garten bis zum ehemaligen Platz hinter dem Schmiedeeisernen Tor.

Salzburger Festspiele

Eine Kulturveranstaltung, die seit 1920 jeden Sommer in Salzburg stattfindet. Unter den Aufführungen ist traditionell Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ vertreten, dessen Aufführung in der Regie von Max Reinhardt 1920 auf dem Domplatz die Geburtsstunde der Festspiele markierte. Neben diesen Festspielen werden zu Ostern eigene Festspiele veranstaltet, die Osterfestspiele, die von Herbert von Karajan eingeführt wurden. Außerdem kamen die Pfingstfestspiele hinzu, die nach Karajans Tod der Barockmusik gewidmet sind.

Schmalkaldischer Krieg

wurde von 1546 bis 1547 von Kaiser Karl V. gegen den Schmalkaldischen Bund, ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte unter der Führung von Kursachsen und Hessen, geführt. Dabei versuchte der Kaiser, die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken.

Septemberbibel –

Luther übersetzte das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Im September 1522 erscheint „Das Newe Testament Deutzsch“ nach dem Erscheinungsmonat «Septemberbibel» genannt in seiner ersten Fassung.

Serapionsbrüder

So hieß der Berliner Freundeskreis des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann in der Epoche der Romantik. 1814 traf sich ein Kreis von Literaten regelmäßig in Hoffmanns Wohnung, um über die Künste zu diskutieren. Zu diesem nach dem heiligen Seraphinus von Montegranaro genannten Zirkel gehörten viele bekannte Schriftsteller. 1818 einigte man sich auf den Namen Serapionsbrüder.

Sibyllenbuch

Sibyllinischen Bücher waren eine Sammlung von Orakelsprüchen in griechischen Hexametern, die während der gesamten Geschichte des Römischen Reichs in Krisensituationen zu Rate gezogen wurden.

Siebenjähriger Krieg –1756–1763;.

auch Dritter Schlesischer Krieg genannt. Es kämpften mit Preußen, Großbritannien/Kur-Hannover auf der einen Seite und Österreich, Frankreich, Russland auf der anderen Seite alle europäischen Großmächte der Zeit. Viele mittlere und kleine Staaten waren ebenfalls beteiligt. Für Großbritannien und Frankreich ging es hierbei um die Herrschaft in Nordamerika und Indien

Simplicissimus

Eine satirische Wochenzeitschrift, die von 1896 bis 1944 in München herausgegeben wurde. Ihr von Thomas Theodor Heine entworfenes Wappentier war eine rote Bulldogge auf schwarzem Grund. Der Simplicissimus war ursprünglich eigentlich nicht als Satireblatt, sondern in erster Linie als Kunst- und Literaturrevue konzipiert.

Sondergesetze

Ab 1872 wurden im Rahmen des so genannten Kulturkampfes verschiedene Sondergesetze gegen die Katholiken beschlossen, die wiederholt verschärft wurden. Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurden Rechte und Machtstellung der Kirche durch Reichs- und preußische Landesgesetze beschnitten (Kanzelparagraph, Brotkorbgesetz), aber auch die Zivilehe eingeführt.

Sozialistengesetz

= Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie. Wegen verschiedener Einzelbestimmungen in 30 Paragraphen auch oft im Plural als Sozialistengesetze bezeichnet. Es wurde am 19. Oktober 1878 mit der Stimmenmehrheit der konservativen und der meisten nationalliberalen Abgeordneten im Reichstag des Deutschen Kaiserreichs verabschiedet. Das Gesetz verbot sozialistische und sozialdemokratische Organisationen und deren Aktivitäten im Deutschen Reich außerhalb des Reichstags und der Landtage. Es kam damit einem Parteiverbot gleich.

Spanischer Bürgerkrieg

Er wurde zwischen Juli 1936 und April 1939 zwischen der demokratisch gewählten republikanischen Regierung Spaniens und den Putschisten unter General Francisco Franco ausgetragen und endete mit dem Sieg der Anhänger Francos und dessen bis 1975 anhaltender Diktatur, dem sogenannten Franquismus.

St. Stephan in Wien

Der Stephansdom (eigentlich: Domkirche St. Stephan zu Wien) am Wiener Stephansplatz ist seit 1365 Domkirche, seit 1469/1479 Kathedrale (Bischofssitz) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. Der von Wienern mitunter auch kurz Steffl genannte römisch-katholische Dom gilt als Wahrzeichen Wiens und wird häufig auch als österreichisches Nationalheiligtum bezeichnet. Namensgeber ist der Heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt.

Staufer

Ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das im 12. und 13. Jahrhundert mehrere deutsche Könige und Kaiser stellte. Der Name „Staufer“ leitet sich von der Burg Stauf auf dem Hohenstaufen ab.

Sturm und Drang

Auch Geniezeit oder Genieperiode, bezeichnet eine Strömung der deutschen Literatur in der Epoche der Aufklärung, die etwa von 1767 bis 1785 hauptsächlich von jungen, etwa 20- bis 30jährigen Autoren getragen wurde. Die Benennung erfolgte in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts nach dem Drama „Sturm und Drang“ des deutschen Dichters Friedrich Maximilian Klinger.

Suhrkamp

1950 gründete Peter Suhrkamp den Suhrkamp Verlag. 1933 hatte Samuel Fischer, der Verleger des S. Fischer Verlages Berlin, Peter Suhrkamp in den S. Fischer Verlag Berlin berufen. Seit 1936 war Peter Suhrkamp sein Leiter, benannte ihn in "Suhrkamp Verlag vorm. S. Fischer" um, bis er 1942 von der Gestapo verhaftet, danach zum Tode verurteilt und in ein Konzentrationslager eingeliefert wurde. 1950 konnte Suhrkamp neu beginnen. Der Suhrkamp Verlag folgt einer doppelten Publikationslinie: deutschsprachige und internationale Literatur des 20. Jahrhunderts und Geisteswissenschaften

Theatiner

Ein katholischer Männerorden, der seinen Namen von der Bischofsstadt ihres Mitbegründers Bischof Giampietro Carafa von Theatinum, dem späteren Papst Paul IV., ableitet. Der Orden wurde 1524 gegründet und schon nach wenigen Wochen von Papst Clemens VII. anerkannt. Die Kongregation der Regularkleriker breitete sich schnell in ganz Italien aus und wurde neben den Jesuiten zur wichtigsten Kraft der Reform in der katholischen Kirche.

Thomanerchor

Ein weltweit bekannter Knabenchor in Leipzig. Er wurde 1212 unter Kaiser Otto IV. zusammen mit der Thomasschule und der Thomaskirche gegründet. Er gehörte damals zum Augustiner-Chorherrenstift des Klosters St. Thomas in Leipzig. Die Bekanntheit des Thomanerchors als einer der ältesten Chöre überhaupt gründet sich auch auf der Leitung durch viele bekannte Musiker und Komponisten, darunter ab dem Jahr 1723 Johann Sebastian Bach. Der Chor besteht aus etwa 100 Jungen im Alter von 9 bis 18 Jahren. Die Thomaner wohnen im Internat und besuchen die Thomasschule, ein Gymnasium mit sprachlichem Profil und vertieft musischer Ausbildung.

Tortoga = Tortuga

Eine nur von Fischern bewohnte Insel im Karibischen Meer, etwa 170 km nordöstlich von Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Im 17. Jahrhundert war La Tortuga ein berüchtigter Unterschlupf für Piraten, da sie die einzige der Inseln in der Region ist, die über nennenswerte Süßwasserquellen verfügt.

Trümmerliteratur

Auch Literatur der Stunde Null, Kriegs- oder Heimkehrerliteratur genannt, ist eine deutsche Literaturepoche. Sie begann 1945 und trat Anfang der 1950er Jahre mit anspruchsvollen neueren Formen zurück. Die Autoren der Trümmerliteratur waren zum Großteil junge Männer, die nach dem Krieg in Gefangenenlagern festgehalten wurden oder in die Heimat zurückgekehrt sind. Die meisten Autoren dieser jungen Generation standen am Anfang ihres literarischen Schaffens und setzten nicht die Tradition der Nationalsozialistischen Literatur, der Literatur der Inneren Emigration oder der Exilliteratur fort.

Türkenkalender

Der sogenannte "Türkenkalender" ist eine politische Schrift, die Kreuzzugsbulle Papst Calixtus' III auf deutsch "Eyn Manung der Christenheit widder die Durken", gedruckt in Mainz im Jahre 1454, der ein Kalendarium mit (nicht sehr genauen) Neumonddaten beigefügt ist. Er ist der älteste vollständig erhaltene gedruckte Buch

„Ulk“

Die Satire-Zeitschrift „Ulk“, ein norddeutsches Gegenstück zu den süddeutschen „Fliegenden Blättern“, erschien von 1872 bis 1933 als Gratisbeilage des „Berliner Tageblatts“. Vom September 1910 bis November 1930 wurde der „Ulk“, der auch separat bezogen werden konnte, zusätzlich der „Berliner Volks-Zeitung“ beigelegt.

Ullstein Verlag

1877 von dem Verleger Leopold Ullstein in Berlin gegründet. Er umfasste einen Zeitungsverlag sowie die Buchverlage Ullstein und Propyläen. Im Ullstein Verlag erschien neben weiteren Zeitungen die heute noch bestehende „Berliner Morgenpost“. Heute firmieren zwei Unternehmen unter dem Namen Ullstein: der Zeitungsverlag Ullstein GmbH sowie die Ullstein Buchverlage GmbH

USFA

United States Football Alliance, 2005 gegründet.

USPD

Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands war eine sozialistische Partei, die von 1917 bis 1922 als Massenpartei, danach bis zu ihrer Auflösung 1931 als Splittergruppe existierte.

Vauxhall Gardens

Der berühmte Erholungszentrum in London, gegründet 1661.

Verbindung „Germania“

Das Corps Germania Hohenheim ist eine Vereinigung von jungen Studenten und Älteren (Alten Herren), die in Hohenheim und Umgebung studiert haben. Seit seiner Gründung (1871) leben und praktizieren die Hohenheimer Germanen das Toleranzprinzip, d.h. die Achtung des Anderen gleich welcher Herkunft, Religion oder Nationalität. Die Verbindung erklärte sich 1893 zur "Freischlagenden Verbindung Germania".

Vereinte Nationen

Häufig auch UNO (United Nations Organization, Organisation der Vereinten Nationen) genannt. Es ist ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 192 Staaten und als globale Internationale Organisation uneingeschränkt anerkanntes Völkerrechtssubjekt. Die Geschichte der Vereinten Nationen reicht zurück bis zur Ersten Haager Friedenskonferenz im Jahre 1899. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.

Verlag C.H. Beck

Gegründet im Jahre 1763, zählt er zu den großen und traditionsreichen Namen im deutschen Verlagswesen. Mit über 7000 lieferbaren Werken, darunter auch zahlreichen elektronischen Publikationen, mit rund 50 Fachzeitschriften und mit einer jährlichen Produktion von mehr als 1000 Neuerscheinungen und aktualisierten Neuauflagen rangiert der Verlag C. H. Beck auch quantitativ unter den großen deutschen Buch- und Zeitschriftenverlagen. Der Hauptsitz des Verlages liegt in München

Verschwörung vom 20. Juli

Das Attentat vom 20. Juli 1944 ist als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus in die Geschichte eingegangen. Die Beteiligten der Verschwörung stammten vor allem aus dem Adel, der Wehrmacht und der Verwaltung. Sie hatten vielfach Kontakte zum Kreisauer Kreis um Helmuth James Graf von Moltke. Mehr als 200 Verschwörer waren hingerichtet

Vietnamkrieg

Auch Zweiter Indochinakrieg oder Amerikanischer Krieg genannt, bezeichnet er die letzte, besonders verlustreiche Etappe in einem dreißigjährigen bewaffneten Konflikt, der 1946 mit dem Widerstand der vietnamesischen Kommunisten und anderer Gruppierungen gegen die französische Kolonialmacht begonnen hatte. Ab 1969 bis zum März 1973 wurden die US-Truppen wieder aus Südvietnam abgezogen. Der Krieg endete mit der Einnahme Sàigòns am 30. April 1975 durch nordvietnamesische Truppen und hatte die Wiedervereinigung des Landes zur Folge.

Völkerbundkommission für Intellektuelle Zusammenarbeit

Das Internationale Institut für geistige Zusammenarbeit (IIGZ) war eine internationale Organisation zur Förderung des wissenschaftlichen und intellektuellen Austauschs, die von 1926 bis 1946 bestand. Das IIGZ gilt als Vorgängerinstitution der UNESCO und war dem Völkerbund angegliedert. Das IIGZ wiederum war ins Leben gerufen worden, weil sich die 1922 gegründete Kommission für internationale geistige Zusammenarbeit (KIGZ), der vierzehn Mitglieder, unter anderem Albert Einstein, Henri Bergson, Marie Curie und Gonzague de Reynold angehörten, als wenig schlagkräftig erwiesen hatte.

Völkerschlacht

Die Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege. Dabei kämpften die Truppen der Verbündeten Österreich, Preußen, Russisches Reich und Schweden gegen die Truppen Kaiser Napoléons. Mit insgesamt etwa 520.000 beteiligten Soldaten aus über einem Dutzend Völkern war dieser Kampf bis zur Schlacht von Mukden im Russisch-Japanischen Krieg die größte Feldschlacht der Weltgeschichte.

Völkischer Beobachter

Die Zeitung "Völkischer Beobachter" war seit Dezember 1920 das publizistische Parteiorgan der NSDAP. Sie erschien zunächst wöchentlich, ab1923 täglich im Franz-Eher-Verlag. Sie wurde nach den Anfangsjahren reichsweit vertrieben.

Volksfront

Die Antinazistische Deutsche Volksfront (ADV) war eine antifaschistische Widerstandsgruppe im Raum München. Die Gruppe kostituierte sich 1937 (ohne sich zunächst eien Namen zu geben) um die Arbeiter Rupert Huber und Karl Zimmet

Volkshaus des Erfurter Unionsparlaments

Das Erfurter Unionsparlament war eine 1850 tagende Versammlung von Parlamentariern, die nach dem Scheitern der Frankfurter Nationalversammlung eine Verfassung für ein kleindeutsches Reich unter preußischer Führung erreichen wollten. Das Erfurter Parlament war der Versuch der von Joseph von Radowitz konzipierten Unionspolitik, unter Bezugnahme auf die Frankfurter Nationalversammlung eine kleindeutsche Reichseinigung "von oben" zu erreichen. Das Volkshaus des Erfurter Unionsparlaments tagte in der Augustinerkirche.

Vormärz

Mit dem Begriff Vormärz wird die Phase zwischen dem Wiener Kongress 1815 und der Märzrevolution 1848 bezeichnet. Synonym dafür wird auch der Begriff der Restaurationszeit verwendet

Vulgata

Die vom Konzol in Trident für authenrisch erklärte lateinische Bibelübersetzung des heiligen Hieronymus (4. Jht.)

Walhalla

Walhalla bedeutet übersetzt »Totenhalle«. Ein Platz in der Ruhmeshalle kann für eine bedeutende Persönlichkeit aus der »germanisch-deutschen« Sprachfamilie frühestens 20 Jahre nach dem Tod beantragt werden.

Wandervogel

Eine 1896 entstandene Bewegung hauptsächlich von Schülern und Studenten bürgerlicher Herkunft, die, angeregt durch Ideale der Romantik, sich von den engen Vorgaben des schulischen und gesellschaftlichen Umfelds losmachten, um in freier Natur eine eigene Lebensart zu entwickeln. Damit stellte der Wandervogel den Beginn der Jugendbewegung dar, die auch für Reformpädagogik, Freikörperkultur und Lebensreformbewegung im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wichtige Impulse setzte.

Wehrkraftverein

1909, als Meilenstein in der deutschen Pfadfindergeschichte, erschienen die ersten Pfadfinder in Deutschland. In demselben Jahr werden die „Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands“, „Verein für Jugendsport in Feld und Wald“ in Berlin und der „Bayerische Wehrkraftverein“ in München gegründet, die die pfadfinderische Methode anwandten

Weltbank

Im weiten Sinne ist es die in Washington angesiedelte Weltbankgruppe bzw. im engen Sinne die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung als Teil dieser Gruppe. Die Weltbankgruppewar 1946 gegründet und hatte ursprünglich den Zweck, den Wiederaufbau der vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Staaten zu finanzieren.

Weltbühne

Eine deutsche Wochenzeitschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft. Sie wurde in Berlin unter dem Namen „Die Schaubühne“ als reine Theaterzeitschrift gegründet und erschien 1905 zum ersten Mal. 1918 wurde sie in „Die Weltbühne“ umbenannt. Die Nationalsozialisten verboten nach dem Reichstagsbrand „Die Weltbühne“, die 1933 zum letzten Mal erscheinen konnte. Im Exil wurde die Zeitschrift bis 1939 unter dem Titel „Die neue Weltbühne“ fortgeführt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erschien „Die Weltbühne“ unter ihrem ursprünglichen Namen wieder in Ost-Berlin, wo sie bis 1993 erschien

Westerwald

Ein rechtsrheinisch gelegenes Mittelgebirge in den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Er ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges.

Wettiner

Eine im Mannesstamm aus dem altsächsischen Uradel stammende Dynastie deutscher Markgrafen, Kurfürsten und Könige und regierten das Gebiet des heutigen Freistaates Sachsen (Obersachsen), Teile Thüringens und der Lausitz mehr als 800 Jahre. Sie stellten im 18. Jahrhundert auch zwei Könige und Großfürsten von Polen-Litauen. Der Name stammt von der Burg Wettin bei Halle in Sachsen-Anhalt. Das Fürstenhaus der Wettiner gehört zu den ältesten deutschen Fürstengeschlechtern.

Wiener Kongress

Der Wiener Kongress legte 1814-1815 in Europa die Grenzen neu fest und definierte neue Staaten. Unter der Leitung des österreichischen Außenministers Metternich berieten politisch bevollmächtigte Vertreter aus rund 200 europäischen Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten, darunter alle bedeutenden Mächte Europas mit Ausnahme des Osmanischen Reichs. Die führende Rolle spielten die Großmächte Russland, Großbritannien, Österreich, Preußen und die wiederhergestellte französische Monarchie.

Wittelsbacher

Deutsches Fürstengeschlecht aus dem Stamm der Grafen von Scheyern, seit 1115 nach der bei Ansbach erbauten Burg genannt.

Zeitschrift „Die Aktion“

Eine von 1911 bis 1932 herausgegebene literarische und politische Zeitschrift, die dem Expressionismus zum Durchbruch verhalf und für eine undogmatische linke Politik stand. Anfangs erschien „Die Aktion“ wöchentlich, ab 1919 vierzehntäglich, ab 1926 schließlich nur noch unregelmäßig.

 


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Факультет филологии и искусств
Санкт-Петербургский государственный университет

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